Zum Inhalt springen

Praktische Schritte für Frauen mit pornosüchtigem Partner Teil 1

Warum ist es schwierig, den ersten Schritt zu machen?
Wenn du dich das fragst, dann bist du nicht die Einzige. Viele Frauen, die einen pornosüchtigen Partner haben, wagen sich nicht, einen Schritt nach aussen zu gehen. Warum ist das so? Wenn dein Partner ein Problem mit Pornografie hat, dann ist es in erster Linie sein Problem und seine Scham. Dass du verletzt bist, es dir etwas ausmacht, war ursprünglich nicht sein Plan. Und heute denkst du vielleicht sogar manchmal, dass du Schuld bist, dass er Pornos schaut.
Mit diesen Gedanken möchte ich heute aufräumen.

Schritt 1: Mach eine Bestandsaufnahme, wo du wirklich stehst
Du darfst als erstes Lernen zu formulieren, was eigentlich im Moment bei dir und euch passiert. Zuerst finde Worte für dich. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, mit deinem Partner zu reden, dann rede mit einer guten Freundin oder hole dir extern Hilfe.
Benenne,
was du wahrnimmst
deine Unsicherheit
deine Gefühle
deinen Vertrauensverlust
deine inneren Warnsignale
Wo du dir den Vorwurf machst, Schuld zu sein.

Schritt 2: Verstehe, dass es nicht deine Schuld ist
Die Pornosucht deines Partners, also sein Verhalten hat nichts mit dir zu tun. Du bist jetzt in dieser Beziehung, aber eigentlich hat er dieses Verhalten mitgebracht. Du bist dafür nicht verantwortlich, weil er sich dieses Verhalten mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit schon vor eurer Beziehung angeeignet hat. Das hat nichts mit dir zu tun. Wenn du das Gefühl vermittelt bekommst, dass du daran schuld bist, weil du gewisse Dinge nicht machst, hast oder bist, dann ist das schlichtweg nicht wahr.
Die Pronografie ist seine Entscheidung und damit auch Verantwortung. Du darfst das von deiner Person und deinem Wert trennen.

Schritt 3: Informiere dich – es gibt verschiedene Quellen
Dich darüber zu informieren ist so wichtig. Damit übernimmst du selber Verantwortung und bist kein Opfer mehr. 
Informieren solltest du dich über das Thema Sucht/ Pornosucht, damit du den Mechanismus verstehst und das Verhalten deines Partners besser einordnen kannst. Dazu gehört auch, warum er Versprechen nicht hält und warum es so schwer ist, aufzuhören.
Ausserdem solltest du dich darüber informieren, was du machen kannst. Warum tut es so weh, was ist deine Rolle in dem Ganzen und warum ist es so schwer wieder Vertrauen aufzubauen?
Wissen hilft dir, gute Entscheidungen zu treffen und das Gesamtbild zu verstehen. Es hilft dir, aus der Ohnmacht herauszutreten. Und nimm das ganz sprichwörtlich: aus dem Zustand OHNE MACHT in einen Zustand mit Verantwortung, Wissen und damit auch Macht zu kommen. Und hier geht es nicht um einen Machtkampf, sondern um deine Situation und dein Wohlbefinden.
Um dir relevantes Wissen anzueignen lohnt sich der Online- Kurs – 6 Abende mit Wissensvermittlung, Zeit für Fragen/ Coaching und gegenseitige Ermutigung. Du wirst weiterkommen in deinen Themen.

Ich teile hier die ersten drei Schritte mit dir, fang mit dem an, was dich am meisten anspricht und halte Ausschau nach der Fortsetzung mit den nächsten drei Schritten, die ich dir vorschlage.

Teile diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert