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Wohin mit den verloren gegangenen Jahren? Teil 1/2

Wenn man einen pornosüchtigen Partner hat, dann bleiben viele Träume auf der Strecke – das ist die Erfahrung von der mir viele Frauen erzählen.

Was bleibt mit einem pornosüchtigen Partner auf der Strecke?

Oft haben sich Frauen die Beziehung anders vorgestellt.
Der Pornokonsum des Mannes wirkt sich auf verschiedene Bereiche aus, die man sich eigentlich ursprünglich nicht für eine Beziehung wünscht:
Emotionen, wie Wut, sich betrogen fühlen, Angst und sich alleine fühlen
Angst davor, dass jemand davon erfährt
Nicht darüber reden können als Paar
Nicht zu wissen, wo der Partner wirklich steht
Immer wieder neu verletzt zu werden.
Was ist, wenn es die Kinder erfahren
Intimität und Sexualität sind beeinträchtigt
Beziehungen innerhalb der Familie und zu anderen

Selbst wenn Frauen vor der Eheschliessung über die Pornosucht des Partners informiert sind, trifft sie die Realität oft sehr hart, weil sie die Folgen noch nicht abschätzen können.

OK, wenn du dich da wiederfindest, bist du schon am ersten Punkt, der dir helfen wird, einen Schritt in Richtung Heilung zu gehen.

Bevor wir richtig loslegen: Vieles steckt schon in dir. Du hast in deinem Leben schon Dinge, Menschen, Wünsche, Träume losgelassen, da bin ich sicher. Ich bitte dich, bevor du weiterliest, halt einen kurzen Moment inne: Was war es genau? Was musstest du schon loslassen und – ganz wichtig – wie hast du diesen Trauerprozess gemacht? Du wirst merken, dass du schon Erfahrung hast und dass du schon Schritte gegangen bist. Das soll dich ermutigen für deinen jetzigen Prozess, du wärst nicht heute hier, wenn du nicht schon durch solche Prozesse durchgegangen wärst. Rufe dir in Erinnerung, was dir geholfen hat. Das ist ein guter Ausgangspunkt. Vertraue dir

1. Die Bestandsaufnahme – du fängst an zu notieren, was du nicht hattest in deiner Beziehung. Was hat dir gefehlt und was hattest du geträumt und ist nie in Erfüllung gegangen?

Sei ehrlich, es lohnt sich, genau hinzuschauen und zu formulieren, was das ist.

2. Anerkennung, dass es so ist.
Im Alltag hoffen wir oft immer noch, dass sich etwas ändert, der Traum doch noch wahr wird, der Wunsch sich erfüllt, wir plötzlich aufwachen und alles ist gut. Leider funktioniert das normalerweise nicht. Und – verstehe mich nicht falsch – ich habe Hoffnung – auch für deine Beziehung. Und doch ist es wichtig, dass du anerkennst, was nicht funktioniert hat. Es ist so, bis heute, bis jetzt, ist es nicht in Erfüllung gegangen. Das sagt noch nichts über die Zukunft aus.

den zweiten Teil findest du hier in einer Woche. 

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