Josef war ein Mann, der Verrat und verlassen werden hautnah erlebt hat. Beim letzten Begegnungstag haben wir uns damit auseinandergesetzt und viel von ihm gelernt. Lies am besten die ganze Geschichte zuerst und vertiefe dich dann in die Details. Auch wenn viele mit Josef vertraut sind, gibt es noch viel zu entdecken. (1. Mose 37, 39 – 50)
Ein Mantel mit vielen Farben (1. Mose 37,1-4)
Josef wurde von seinem Vater Jakob bevorzugt und er erhielt einen besonders schönen Mantel
Weisst du, hier sehe ich die Grundlage für unsere Beziehung zu Gott. Er sieht uns, er erkennt das Besondere in uns und in allem Schwierigen, was wir erleben dürfen wir wissen, dass er ein klares Ja zu uns hat und uns neue Kleider anzieht. Das soll unser Fundament sein.
Wer bist du, wenn du in die Gegenwart des Vaters trittst?
Josef war ein Träumer (1. Mose 37 5-10)
Er hatte Träume/ Visionen, die ihm Gott geschenkt hat, mit denen er nicht weise umgegangen ist. Er zog den Neid seiner Brüder auf sich. Doch egal, welchen Charakter wir haben, Gott schenkt uns Träume und Jesus fragt uns, was wir wollen.
Welche Träume hast du und hattest du – nicht nur in Bezug auf deinen Partner?
Wie lautet deine Antwort, wenn Jesus dich heute fragt: Was willst du, dass ich dir tun soll?
Josef wurde verkauft, verraten, verlassen (1. Mose 37,12-36)
Er wollte schauen, ob es seinen Brüdern gut ging, aber sie entschieden, ihn zu verkaufen. Er wurde zum Spielball ihres Neides. Er hatte keine Chance gegen seine 10 Brüder. Auch in Ägypten wird er verraten von der Frau des Potifar, landete im Gefängnis und wurde dann dort vergessen.
Wo fühlst du dich verkauft in Umstände, die du dir nie ausgesucht hättest?
Welche Gefühle hat das ausgelöst?
Josef konnte Nein sagen (1.Mose 39)
Josef reagiert auf die Versuchung mit einer klaren Absage. Ich finde es ermutigend, denn hier sehen wir, dass es Männer gibt, die sich nicht verführen lassen durch die Angebote ausserhalb und diese auch nicht als Ausweg suchen oder brauchen.
Welche Männer in deinem Leben kennst du, wo du dich rein fühlst und nicht nur sexuell gesehen? Es ist wichtig, dass wir das auch im Blick haben.
Josef zeigte, was er kann (1. Mose 40/41)
Josef musste ein besonderer Mann gewesen sein, sonst hätte ihn Potifar sicher nicht gekauft. Er hatte Eigenschaften, Kenntnisse und Fertigkeiten, die ihn besonders machten.
Welche Besonderheiten hast du? Was macht dich aus?
Josef tat, was in ihn hineingelegt war (1.Mose 40/41)
Josef setzte seine Gaben und Glauben ein und diente dort, wo er war. Durch seine Gegenwart wurde das Haus Potifars gesegnet und später auch das Haus des Pharaos.
Welche Gaben setzt du ein, die in deiner schwierigen Situation zum Segen werden? Du machst das automatisch und du kannst dich auch bewusst dafür entscheiden. Zähle auch die Dinge auf, die nichts mit deinem Partner zu tun haben. Manchmal verlieren wir aus den Augen, was alles funktioniert, weil der Elefant so riesig im Zimmer steht. Welchen Segen bringst du in deine Umgebung?
Josef erkennt seine Brüder (1. Mose 42)
Er erkennt seine Brüder sofort und doch gibt er sich noch nicht zu erkennen. Gleichzeitig entscheidet er, dass er ihnen helfen will und gibt ihnen ihr Geld mit zurück.
Es scheint ein bisschen, wie die Situation, in der sich Frauen mit pornosüchtigem Partner wiederfinden. Sie wollen das Beste für ihre Beziehung und versuchen alles Mögliche, um sie aufrecht zu erhalten und so gut wie möglich zu gestalten. Und auf der anderen Seite ist da der Schmerz, der sie zurückhält, alles zu geben, um ja nicht wieder verletzt zu werden.
Wo findest du diese Ambivalenz in deinem Leben? Gleichzeitig auf dem Gas und der Bremse zu stehen?
Den Rest der Geschichte von Josef schauen wir nächste Woche an. Nimm dir Zeit, dein Leben zu reflektieren und Hoffnung zu schöpfen, weil Gott der Vater dich kennt und dir Gutes tun möchte.