Blesshuhn – Rallye und Neid

Ich sitze gerade am See und beobachte Blesshühner. Eins von ihnen hat etwas zum fressen im Schnabel. Ein ziemlich grosser Brocken für den kleinen Schnabel.
Ich werde auf die Vögel aufmerksam, weil dieses Blesshuhn verfolgt wird. Es flieht vor einem anderen, läuft dabei sogar übers Wasser und später kommen noch mehr dazu und nehmen die Verfolgung auf, jedes aus einer anderen Richtung. Der Vogel flieht ab durch die Mitte. Und er schafft es, davon zu kommen, jedenfalls solange ich ihn sehen kann.
Mich erinnert das an Situationen, die ich oft auch unter Frauen beobachte. Natürlich nicht so offensichtlich, jedenfalls nicht so, dass die Verfolgte auf dem Wasser laufen muss.

Ich habe einen Film gesehen, der mich sehr berührt hat und einmal mehr bewusst gemacht hat, dass es sich lohnt, jedem Menschen eine Chance zu geben. Der Film heisst 
Wir sind gerade an einem Puzzle dran. 4000 Teile. Auf dem Bild ist ein kleiner Ausschnitt davon. Du siehst, das Puzzle passt eigentlich rein und ist doch nicht am richtigen Platz. Das ist uns bei dem Puzzle schon öfter so gegangen. Das Puzzle – Teil sitzt, aber passt nicht. Das Teil wird definitiv gebraucht, denn nur so ist das gesamte Bild vollständig, aber es gehört nicht dorthin. Wenn wir nun überlegen, was wir machen, na klar, wir nehmen das Puzzle raus und warten, probieren weiter, bis wir es an den richtigen Platz stecken können, dort wo der Umriss und das Bild stimmt.


Ich war letztens auf einem Indoor Spielplatz. Dort gab es ein Luft – Krokodil. Ich habe viele Kinder dort beobachtet und Erstaunliches entdeckt…Dieses Krokodil hat immer wieder sein Maul aufgemacht und dann langsam wieder zu. Manche Kids sind reingeklettert, wenn das Maul offen war und andere haben extra gewartet, bis es fast zu war. Es war ihnen eine Freude, so hoch wie nur möglich zu springen und noch bevor es zu ging rein zu schlüpfen. Diese Kinder warteten auf den schwierigsten Moment, um noch ins Maul zu kommen, manchmal brauchten sie Hilfe von anderen, die von oben zogen und halfen. Das war ein Spiel – und doch nicht nur. Es war auch ein ausreizen der Möglichkeiten, ein erkunden, wie hoch komme ich, dass ich noch reinschlüpfen kann und wie viel Schwung brauche ich, wie viel Hilfe brauche ich? 

